Das letzte Puzzle-Teil

Jetzt ist der Bulli komplett. Als letztes wurde die Uhr instand gesetzt. Sie lief zwar nach der Reinigung, blieb aber immer wieder stehen. Nun wurde die Unruh ausgetauscht und alles funktioniert.
Vielen Dank an Udo Niederhellmann.

Samba Uhr

Restarbeiten

Heute wurde endlich der Bus abgeholt. Jetzt werden die restlichen Arbeiten erledigt. Die Standheizung wird eingebaut, kleine Lackfehler beseitigt und ein Dachgepäckträger montiert.
Dann werden ein paar Kleinigkeiten in Ordnung gebracht. Das Lenkgetriebe verliert etwas Öl genau wie der Motor. Die Scheibenwischer halten nicht an, wenn die Scheibe nass ist.
Eine Antenne und ein Lautsprecher fürs Radio werden angebracht und das Volkswagen-Logo auf der Heckklappe. Der Verstärker wird wieder angeschlossen, aber so, dass er abschaltbar ist.
Dann kann der Frühling kommen!
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Blaupunkt Frankfurt

Jetzt ist auch das Radio endlich wieder eingebaut. Es hatte einen Kurzschluss gegeben und weißer Rauch quoll aus dem Radio.
Daher musste es nochmal zurückgeschickt werden. Danke an den netten Service von »oldtimer-radio.de«
Die iPod-Verbindung funktioniert jetzt auch. Mittels eines Adapters kann vom Radio auf iPod umgeschaltet werden. Der macht sich mittels einer Spezialhalterung im (ehemaligen) Aschenbecher sehr gut.

Radio1

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Geheimnis gelüftet

Ganz vergessen: Beim Bus-Abholen wurde auch das Geheimnis des versteckten Kartons gelüftet. Die »doos« war ja beim letzten Besuch im Büro hinter der Tür versteckt worden. Nun bekamen alle Werkstattmitarbeiter als kleines Dankeschön -hartelijk bedankt!- ein T-Shirt mit ihrem jeweiligen Lieblingsgefährt. Götz, ein Airbrush-Künstler aus Bremen, hatte die Shirts gestaltet. Und in Comic-Manier sind sogar die Personen nach Fotovorlagen deutlich zu erkennen. Wenn demnächst mal alle versammelt sind, soll es auch noch ein Gruppenfoto geben.

T-Shirts 1

T-Shirts 2

RESTO JOB DONE…

…meldet das Blog von Kieft en Klok. Der große Moment wurde festgehalten, als wir vom Hof Richtung Heimat fahren.
Und weiter: »The Thenen family from Germany picked up their yellow and white samba last saturday, which was totally restored by us. We’re very pleased with the result and judging from their faces, they like it as well!!!! a big thanks for the cool personalized T shirts Thomas!«
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Hallo Bulli!

Gesagt, getan: Am 8.Mai haben wir unseren Bulli endlich abgeholt. Zuvor gab es noch ein wenig e-mail-Verkehr. Z.B. in der Richtung, ob ich vielleicht noch eine Woche warten wollle, dann sei der Bus wirklich fertig. Die Heizung und die AHK hätten nämlich nun doch noch nicht eingebaut werden können, weil der Lackierer noch zwei Tage zur Nacharbeit benötigt hätte; just die geplanten Tage für den Einbau der Teile. Nein, nein das wollte ich dann nicht. Bei meiner Lieblings-Werkstatt in Aachen hatte ich schon nachgefragt, ob sie nicht die AHK einbauen könne. »Das wird schon gehen, da habe ich früher schon mal zugeguckt« lautete die Antwort. Na also, dann nehme ich die Kupplung einfach mit nach Hause.

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Erst mal ungewöhnlich wurden wir dann am Bahnhof in Wolfheze von einem deutschen Auto abgeholt. Wie sich nachher herausstellte, war es eine Kundin, die -auch Bulli-verliebt- schon seit Jahren regelmäßig ihre Samstags-Ausflüge nach Renkum macht und uns gerne abholte, weil gerade so viel Kundschaft da war.
Angekommen präsentierte sich der Kleine schon in der Mitte der Werkstatt.
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Beim Inspizieren und vorsichtigem Herantasten stellten wir dann fest, dass nichts von dem, was wir im März besprochen hatten, erledigt war: Die VW-Schriftzüge (»Volkswagen« und »1500«) auf der Heckklappe fehlen, der Griff für die Beifahrerin ist nicht da, die Gurte hinten sind nicht eingebaut, das Radio hat nicht die angekündigte Innenantenne, die Anhängerkupplung liegt zwar schon im Bus, aber ohne Elektrik-Zubehör. Die neue iPod-Halterung im Aschenbecher ist toll, aber der iPod meldet, es sei ein Zubehör, das nicht geeignet sei und folglich lädt der iPod nicht auf. Das kann allerdings auch am Gerät liegen, denn diese Meldung kenne ich auch schon vom Original-Apple-Kabel. Musik kommt aus den fetten Lautsprechern in der Schlafbank auch nicht. Wenigstens das Thema ist schnell geklärt: Die Verkabelung ist noch nicht am Radio angeschlossen (wenn man nicht alles selber macht…)

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Das Beste kommt aber noch, aber wir können auch schon wieder darüber lachen. Wir fragen mal vorsichtig, wo denn wohl der Dachgepäckträger ist. Dazu zeigen wir schon mal ein »Beweisfoto« von der Anlieferung vor 16 Monaten mit Träger. Ja, hm, mal schauen… Wir schauen, gucken in der Ausstellungshalle, im Regal, wo meine Teile gelagert waren, suchen alle Busse ab, stöbern durch alle Ecken- kein Träger weit und breit! »Smurfen« (Schlümpfe) sind das doch! Die haben tatsächlich meinen Träger verkocht (verkauft)!
Nun ja, Patrick wurde es langsam sichtlich peinlich, er telefonierte mehrmals und hatte am Ende eine gute Lösung parat. Alle Mängel wurden schriftlich festgehalten. Montag wird er das alles ansprechen. Der Elektrik-Kit für die AHK wird an mich verschickt. Dann machen wir einen Termin aus, an dem sie den Bulli bei mir zu Hause abholen, dann alles Fehlende erledigen und 5 Tage später bekomme ich ihn nach Hause zurück. Und natürlich bekomme ich einen neuen Dachgepäckträger.
Noch voller Ehrfurcht vor meinem neuen Bulli fragte ich Tjebbe, und der fuhr netterweise das Schmuckstück rückwärts aus der Halle und noch weiter durch die eng aneinander gereihten anderen Busse auf dem Hof. Dann ging´s endlich los!
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Als Reisegeschwindigkeit stellen wir schnell fest, dass es uns allen so um die 80 km/h am besten geht. Der Motor schnurrt so schön! Und auch die letzte Hürde war dann gar keine. In die Garage passt der Bus gut rein. Angemietet wurde sie, als der Bulli schon zur Restauration war.
An dieser Stelle möchte ich klarstellen, dass Kieft & Klok professionelle Arbeit abgeliefert haben. Vielleicht nicht ganz in meinem Terminrahmen, aber es gab auch immer Verzögerungen, die schwer zu beeinflussen waren. Zum Schluss noch das Fotoshooting, für das der Original-Zustand möglichst vorhanden sein sollte. Ich bin sehr zufrieden. Das möchte ich nochmals ausdrücklich betonen.

Weiter warten

Nach guten Nachrichten („de bus is bijna klaar“) nun wieder ein Rückschritt. Die Standheizung hat einen Defekt und muss neu bestellt werden. Schlimmer noch: Der Motor verliert Öl. Unklar ist bisher, wo es her kommt. Schließlich hat er das ganze Öl wieder rausgedrückt. Also Fahndung einleiten und weiter hoffen.
Am 1. Mai soll nun alles fertig sein, aber weil ich da arbeiten muss, haben wir den Termin gleich um eine Woche verschoben; da sollte dann genug Zeit sein, die Ursache zu finden. Am 8. Mai jedenfalls wird morgens der Zug bestiegen und dann geht es hoffentlich am Nachmittag mit dem Bulli Richtung Heimat. Das neue (H-) Kennzeichen ist auch schon reserviert. Weil das alte schon acht Zeichen hat, geht das ja nicht mit dem zusätzlichen „H“.

Teil 17: Endspurt

Gestern waren wir wieder zu Besuch in Renkum. Kein Aprilscherz- bald ist er wirklich fertig! Die Freude verbarg sich gestern allerdings noch hinter einer gewissen Ehrfurcht. Im Januar 2009 hatte ich ein altes, aber sehr gut erhaltenes Auto abgegeben, und nun sehe ich einen »besser-als-neu-Bulli« vor mir. Werner, der Monteur, der hauptsächlich an meinem Bulli gearbeitet hat, kam auch gleich mit seiner Kamera, um ein Foto von mir mit dem Bulli zu schießen.
Hier ein paar vorher/nachher- Fotos.
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nachher1

vorher2

nachher2

vorher3

nachher3

Mit Marcel wurden dann noch die restlichen Kleinigkeiten besprochen. Die Kopfhöreranschlüsse hinten lassen wir weg, dafür wird es zwei 12V-Steckdosen geben. In die Schlafbank-Verkleidung kommen zwei Lautsprecher und ein Verstärker. Für die Beifahrerin 🙂 wird es noch einen zusätzlichen Haltegriff in Kopfhöhe geben. Im Forum der Bulli-Kartei las ich kürzlich, wie das große VW-Logo diebstahlgesichert werden kann mit Gewindeschneiden in die Stifte und Muttern von innen- war schon längst erledigt!

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nachher4

Dann kam es noch zu einer lustigen Begegnung. Ein Mann sah sich sehr interessiert meinen Bulli an und fragte: »Wie is de eigenaar?« (Wer ist der Eigentümer?) Ich gab mich zu erkennen und bekam ausführlichst alles erzählt: Er sei aus Jugoslawien, habe 50 T1 und 150 T2 gesammelt, habe nun eine 500 qm Halle angemietet und wolle mit mir zusammenarbeiten. Meinen fragenden Blicken folgten weitere Geschichten. Wie er in bosnischen Scheunen 24-Fenster-Sambas (?) fand, wie ein Bauer seine Hühner in einem Samba hielt und für den Top-in-Schuss-Bulli 100 Euro haben wollte und von ihm dann 2000 bekam, wie er weitere rostfreie Busse für 2000-3000 Euro gekauft habe, dass es noch so viele Sambas in gutem Zustand gebe, aber immer nur 30% des Bestandes von den Händlern angeboten würde, um den Preis hoch zu halten usw. Irgendwann jedenfalls stellte ich fest, dass er nicht den Besitzer meines Bullis suchte, sondern die Eigentümer der Werkstatt! Da konnte ich doch weiterhelfen, zumal Maurice gerade vorbei kam. Belustigt sah ich dem Geschichtenerzähler dann zu, wie er Maurice eine Stunde lang das Gleiche nochmals gestenreich erzählte. Ein merkwürdiger Typ! Ich weiß nicht, ob ich von ihm was kaufen würde…
Der Mann hatte den richtigen Ansprechpartner gefunden und so konnten wir endlich unseren Rundgang machen. Draußen hing hinter vielen Windschutzscheiben »SOLD«. Da muss mächtig was los gewesen sein in den letzten Wochen. Sehr schnuckelig die Nissan Pao (gesprochen »pau«), gebaut von 1989-91. Ein rechtsgelenkter Kleinwagen mit Automatik, Servolenkung, Klimaanlage und elektrischem Faltdach.
pao1

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halle

Der neue Firmenwagen?
Firmenwagen

Vor der Heimfahrt gings aber nochmal zurück. Noch einmal hinten sitzen, Dach auf und zu machen, Motor, drunter gucken. Der »Stereomann« für Radio, iPod und Verstärker kommt nächste Woche. Wenn alles gut läuft, können wir den Bulli Ende April abholen. Dann gibts ja auch für alle Werkstatt-Mitarbeiter eine verrassing (Überraschung). Die wurde jetzt schon mal bei Tjebbe im Büro versteckt, damit wir den unhandlichen Karton nicht bei der Bahnfahrt schleppen müssen- hoffentlich hält Tjebbe dicht und ist selber nicht zu neugierig. Auf dem Karton steht ja auch extra: Niet openen! Ob´s was nützt? Was drin ist? Demnächst…

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dach 2

dach 3

safari hinten

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drunter 1

schweller 1

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Tot straks!
Auf der Rückfahrt kam noch ein seltsames Erlebnis dazu: Mitten auf der Autobahn eine Schranke! Vorher elektronische Geschwindigkeitsbeschränkungen 90-70-50, dann eine rote Ampel. Und die Schranke geht runter. Da standen wir nun erstmal. Ein »rijkswaterstraat-Jeep« fuhr an uns vorbei. Nach 15 Minuten gings weiter. Was das wohl war?
schranke

Teil 16

Und weiter…
Innenverkleidung, Zierleisten auf den Stoßstangen, Faltdach, Schlafbank, Vordersitze.
Als nächstes wird noch die Standheizung eingebaut. Dann folgt die Verkabelung für den iPod und Anschlüsse hinten für Kopfhörer.

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schlafbank 1

dach 1

Sitze vorne

Sto�stange hinten 1

Sto�stange vorne 1

linke Seite 1

vorne