Hallo Bulli!

Gesagt, getan: Am 8.Mai haben wir unseren Bulli endlich abgeholt. Zuvor gab es noch ein wenig e-mail-Verkehr. Z.B. in der Richtung, ob ich vielleicht noch eine Woche warten wollle, dann sei der Bus wirklich fertig. Die Heizung und die AHK hätten nämlich nun doch noch nicht eingebaut werden können, weil der Lackierer noch zwei Tage zur Nacharbeit benötigt hätte; just die geplanten Tage für den Einbau der Teile. Nein, nein das wollte ich dann nicht. Bei meiner Lieblings-Werkstatt in Aachen hatte ich schon nachgefragt, ob sie nicht die AHK einbauen könne. »Das wird schon gehen, da habe ich früher schon mal zugeguckt« lautete die Antwort. Na also, dann nehme ich die Kupplung einfach mit nach Hause.

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Erst mal ungewöhnlich wurden wir dann am Bahnhof in Wolfheze von einem deutschen Auto abgeholt. Wie sich nachher herausstellte, war es eine Kundin, die -auch Bulli-verliebt- schon seit Jahren regelmäßig ihre Samstags-Ausflüge nach Renkum macht und uns gerne abholte, weil gerade so viel Kundschaft da war.
Angekommen präsentierte sich der Kleine schon in der Mitte der Werkstatt.
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Beim Inspizieren und vorsichtigem Herantasten stellten wir dann fest, dass nichts von dem, was wir im März besprochen hatten, erledigt war: Die VW-Schriftzüge (»Volkswagen« und »1500«) auf der Heckklappe fehlen, der Griff für die Beifahrerin ist nicht da, die Gurte hinten sind nicht eingebaut, das Radio hat nicht die angekündigte Innenantenne, die Anhängerkupplung liegt zwar schon im Bus, aber ohne Elektrik-Zubehör. Die neue iPod-Halterung im Aschenbecher ist toll, aber der iPod meldet, es sei ein Zubehör, das nicht geeignet sei und folglich lädt der iPod nicht auf. Das kann allerdings auch am Gerät liegen, denn diese Meldung kenne ich auch schon vom Original-Apple-Kabel. Musik kommt aus den fetten Lautsprechern in der Schlafbank auch nicht. Wenigstens das Thema ist schnell geklärt: Die Verkabelung ist noch nicht am Radio angeschlossen (wenn man nicht alles selber macht…)

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Das Beste kommt aber noch, aber wir können auch schon wieder darüber lachen. Wir fragen mal vorsichtig, wo denn wohl der Dachgepäckträger ist. Dazu zeigen wir schon mal ein »Beweisfoto« von der Anlieferung vor 16 Monaten mit Träger. Ja, hm, mal schauen… Wir schauen, gucken in der Ausstellungshalle, im Regal, wo meine Teile gelagert waren, suchen alle Busse ab, stöbern durch alle Ecken- kein Träger weit und breit! »Smurfen« (Schlümpfe) sind das doch! Die haben tatsächlich meinen Träger verkocht (verkauft)!
Nun ja, Patrick wurde es langsam sichtlich peinlich, er telefonierte mehrmals und hatte am Ende eine gute Lösung parat. Alle Mängel wurden schriftlich festgehalten. Montag wird er das alles ansprechen. Der Elektrik-Kit für die AHK wird an mich verschickt. Dann machen wir einen Termin aus, an dem sie den Bulli bei mir zu Hause abholen, dann alles Fehlende erledigen und 5 Tage später bekomme ich ihn nach Hause zurück. Und natürlich bekomme ich einen neuen Dachgepäckträger.
Noch voller Ehrfurcht vor meinem neuen Bulli fragte ich Tjebbe, und der fuhr netterweise das Schmuckstück rückwärts aus der Halle und noch weiter durch die eng aneinander gereihten anderen Busse auf dem Hof. Dann ging´s endlich los!
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Als Reisegeschwindigkeit stellen wir schnell fest, dass es uns allen so um die 80 km/h am besten geht. Der Motor schnurrt so schön! Und auch die letzte Hürde war dann gar keine. In die Garage passt der Bus gut rein. Angemietet wurde sie, als der Bulli schon zur Restauration war.
An dieser Stelle möchte ich klarstellen, dass Kieft & Klok professionelle Arbeit abgeliefert haben. Vielleicht nicht ganz in meinem Terminrahmen, aber es gab auch immer Verzögerungen, die schwer zu beeinflussen waren. Zum Schluss noch das Fotoshooting, für das der Original-Zustand möglichst vorhanden sein sollte. Ich bin sehr zufrieden. Das möchte ich nochmals ausdrücklich betonen.

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