Neues Familienmitglied

Nachdem wir jüngst auf einem Treffen des KCM (Kever Club Maastricht) waren, wussten wir, dass unser Triton von 1981 immer noch ein super Wohnwagen ist, in dem wir auch weiterhin tolle Urlaube verleben werden, aber auch, dass der nicht zum Bus passt. Nicht von der Größe, nicht von der Farbe und natürlich nicht vom Baujahr. Also wurde seitdem ein Puck aus den 60er-Jahren gesucht. DIE Gelegenheit, in einem Auktionshaus einen zu erstehen, wurde verpasst, weil die Garage, in der er ein trockenes Plätzchen hätte, hoffnungslos überfüllt war.
Dann wurde die Garage aufgeräumt und dann kam eine Email auf eine Suchanzeige, die schon Monate alt war: Das hätte sich sicher schon erledigt, oder? Nein, nein!
Es handelte sich um den gleichen Puck. Mittlerweile war er aus dem Süden quasi um die Ecke umgezogen. Also hin- gleich mit Kurzzeitkennzeichen und Kaufvertrag. Keine der Beschreibungen war übertrieben. Also wurde gleich mal angekuppelt, um das Gesamtbild zu sehen.
Das passt!

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Zu verhandeln gab es nichts, also gings gleich nach Hause. Unterwegs:

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Ersatzrad und Schlüssel:

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Das muss sich mal ein Fachmann anschauen:

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Da bin ich mal gespannt- „Original Eriba Anbauzelt“

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2 Antworten auf „Neues Familienmitglied“

  1. Nein,
    wat is der putzig! Schön!

    Dann gratuliere ich dir/euch mal
    ganz herzlich zu eurem Neuzuwachs!

    Gerade gefunden:

    Gebrauchsanleitung für Wohnwagen ERIBA Puck
    (Befindet sich Original in der Innenseite des Wandschrankes)

    Gebrauchsanleitung für ERIBA Puck:

    Anhängerkupplung:
    Es ist darauf zu achten, daß die Sperre vollständig in die Kerbe des Kupplungshalses eingerastet ist und durch den in das am Ende befindliche Loch durch einen Karabinerhaken gesichert ist.

    Fahrwerk:
    Nach der ersten Fahrt sollen die Radmuttern nachgezogen werden. Später von Zeit zu Zeit

    Luftdruck:
    Leer – unbeladen 1,7 atü, voll – beladen 2,2 atü.

    Beladung:
    Der Wohnanhänger muß so beladen werden, daß das Zugdeichselrohr in jedem Fall nach unten gedrückt wird (nicht hecklastig beladen).

    Innenbeleuchtung:
    Die Innenlampe kann je nach Zugwagen mit 6 V oder 12 V Birnen ausgestattet werden. An der Seitenwand des linken Bettkastens befindet sich ein Umschalter, wo die Stromzufuhr je von der Batterie des Zugwagens oder einer im Wohnanhänger befindlichen Batterie geregelt werden kann. Der Platz für die Batterie im Wohnanhänger befindet sich ebenfalls im linken Bettkasten. Der Stromanschluß an die Batterie des Zugwagens erfolgt über Pol 52 des 7poligen Steckers.

    Kocher:
    Aus Sicherheitsgründen muß das Ventil der Gasflasche sofort geschlossen werden, wenn der Kocher nicht mehr gebraucht wird. Wird an der gleichen Flasche noch ein weiteres Gasverbrennungsgerät angeschlossen, muß für jedes Gerät noch ein extra Absperrhahn eingebaut werden.

    Hubdach:
    Beim Auf- und Abschieben achte man auf gleichmäßiges Anheben und Senken. Es ist wichtig, daß in der oberen, sowie in der unteren Stellung die beiden Arretierschienen einrasten.

    Tisch:
    Durch seitliches Schieben kann der Tisch ausgebaut bzw. eingehängt werden. Durch einen Riegel wird der Tisch gegen Herausrutschen gesichert. Auf keinem Fall darf der Tisch nach oben abgehoben werden.

    Umbau zum Schlafen:
    Durch Ziehen des Knopfes an einem der hinteren Beschläge wird das Rückenpolster gelöst. Der Tisch wird abgenommen und kann in den hinteren Bettkasten gelegt werden. Das Rückenpolster wird vor das hintere Sitzpolster quer zur Fahrtrichtung gelegt. In der Mitte des Fahrzeuges wird der Hocker gestellt, so daß seine Auflagen auf die Türgegenseite gerichtet sind und eine davon das Rückenpolster stützt. In den verbleibenden Raum zwischen Kochertheke, Sessel und Rückenpolster wird die kleine Rückenlehne gelegt.

    Wohnwagen Füße:
    In Fahrtstellung werden die Federstecker durch das Loch der Hülse und das unterste Loch des Ausziehfußes gesteckt, so daß die Füße gegen Klappern gesichert sind. Zum Aufstellen des Wagens drückt man die Stützen mit dem Fuß nach unten, hebt den Wagen etwas an und steckt den Federstecker in das oberste sich freibefindliche Loch unterhalb der Hülse.

    Ausstellfenster:
    Durch das Festdrehen der Sterngriffe an den Drehpunkten wird das Fenster in jeder Stellung gehalten. Das Gewinde in den Sterngriffen sollte von Zeit zu Zeit geschmiert werden. Zum Öffnen und Schließen der Scheibe sind die Sterngriffe zu lösen.

    220 V Anschluß:
    Der Außenanschluß befindet sich im Bereich des linken Bettkastens unterhalb des Wagens. Die Innensteckdose ist an der Seitenwand des linken Bettkastens befestigt.

    Schaltschema: (Skizze)
    31 = Masse
    54 = Stopplicht
    58 = Schlußlicht rechts (mitte)
    58 = Schlußlicht links
    78 = Blinklicht rechts
    30 = Blinklicht links
    52 = Autobatterieanschluß

    Von:

    http://www.typ3.com/puck/

  2. Mensch,
    da kann man ja echt was lernen….

    „ERIBA“….

    Es war einmal ein ERIch BAchem…

    Zweifellos gehört die Wohnanhängertype PUCK zu den weltweit erfolgreichsten Modellen der Fahrzeugbranche. Möglicherweise ist dieser kleine kompakte und hervorragende Fahreigenschaften besitzende Caravan in dieser Kategorie der Freizeitfahrzeuge das erfolgreichste Modell überhaupt.

    Der PUCK entstand 1957 bei der noch handwerklich arbeitenden Firma Alfons Hymer, Karosserie- und Fahrzeugbau in oberschwäbischen Bad Waldsee.

    Seine Konstruktion geht auf die konzeptionelle Vorgabe von Herrn Dipl.-Ing. Erich Bachem zurück und auf die konstruktive Vorgabe von Herrn Dipl.-Ing. Erwin Hymer (Stahlrohr-Käfigbauweise). Nach diesen Vorgaben erarbeitete der damals noch sehr junge Konstrukteur Bernhard Jehne die Konstruktion, fertigte die Zeichnungen und die Stücklisten.

    Für die Raumeinteilung stand das Vorkriegsmodell „Aero-Sport“ Pate, das Bachem bereits 1937/38 entwicklet hatte und das beim bekannten Segelflugzeughersteller Wolf Hirth in Kirchheim/Teck (später Nabern) – einem Jugend- und Studienfreund Bachems – hergestellt wurde. Diese, in Sperrholzbauweise hergestellte Konstruktion, wurde von 1946 bis etwa 1959 in etwas veränderter Form als „Hirth Tramp“ weitergebaut.

    Eine wesentliche Vorgabe für die Entwicklung des PUCK 1957 war, dass das neue Modell so kompakt und so leicht sein musste, dass es von damals verbreiteten PKW-Typen wie dem Loyd Alexander, der BMW-Isetta, dem Goggomobil und natürlich dem VW-Käfer gezogen werden konnte. Hymer bestimmte die Stahlrohrkäfig-Konstruktion.

    Es entstand der Typ „PUCK Luxus“. Die Produktionsaufnahme am „Band“ in einer ganz neuen Werkstätte war im Februar 1958. Für den Vertrieb gründete Bachem die Firma ERIBA und verwendete hiezu einen für ihn gebräuchlichen Rufnahmen, den seine Freunde in der Studentenzeit für ihn geprägt hatten.

    Die vom „Aero-Sport“ übernommene Raumkonzeption befriedigte nicht ganz, da diese – im Gegensatz zum wesentlich geräumigeren Vorgabetyp – zu einem ständigen Umbau von der Liegefläche zur Sitzgruppe – und umgekehrt – zwang. Schon 1959 machten sich Bachem und Hymer Gedanken, mit welchem Raumkonzept diese Schwäche zu beseitigen sei.

    Von: http://www.typ3.com/puck/

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