Der Kauf

Am 22.9.2008 war es endlich soweit. Nach einem ersten Treffen ein paar Wochen zuvor war die Entsscheidung gefallen. Die Hinfahrt nach Renkum machten wir mit dem Zug. Schließlich sollte der Bus die Heimreise selbst antreten.
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Dann nahmen wir das neue Familienmitglied in Empfang.

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Probesitzen:

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Die Heimfahrt wurde dann fast zum Fiasko. Nicht weil der 2. Gang immer raussprang (das war beim Kauf nicht verschwiegen worden)- daran hatte ich mich schnell gewöhnt. Einfach den Schalthebel hinten etwas festhalten. Auch nicht, weil ich beim Tanken feststellte, dass ich nicht alle Türen abschliessen konnte, weil der Schlüssel nur auf die Zündung passte und nicht auf die Türen. (Nochmal zurückgefahren und in Rekordzeit neue Schlösser bekommen). Nein, sondern weil wir kurz vor der deutschen Grenze in eine Verkehrskontrolle gerieten. Und das auch nur, weil ich eine falsche Abfahrt genommen hatte. Die niederländischen Polizisten hatten grosses Interesse am Bulli und noch mehr an der grünen Versicherungskarte. Und die hatte ich in der ganzen Aufregung vergessen! »Dann müssen wir das Fahrzeug beschlagnahmen.«
Das kann doch wohl nicht wahr sein! Wochenlang hatte ich recherchiert, wie der Import eines KFZ aus den Niederlanden nach Deutschland funktioniert. Konferenzen mit dem Strassenverkehrsamt, dem Zoll, dem TÜV, der Versicherung, dem ADAC und der Polizei hatten ergeben, dass niemand so richtig eine genaue Auskunft geben wollte oder wirklich zuständig war. Die sinnvollste Variante hatte ich dann gewählt und die bestand in einem Kurzzeitkennzeichen. Dafür muss ja auch eine Versicherungsbestätigung vorliegen, sonst bekommt man es nicht. Das leuchtete einem der Polizisten dann auch ein, und der nahm seinen Kollegen zur Seite und meinte »dat klopt, wat die man segt. Laaten wij hem doorrijden.« Vielleicht weil ich die ganze Konversation auf niederländisch führte, oder vielleicht weil der eine Polizist Mitleid hatte, jedenfalls durften wir dann schliesslich weiterfahren. Was für eine Aufregung!
Später erfuhr ich dann doch noch, dass ich besser ein Export-Kennzeichen genommen hätte, weil die Regelung mit den gelben Kurzzeitkennzeichen innerhalb der EU-Staaten auf Kulanz der Behörden beruht. Aber auch dann sollte die grüne Karte immer dabei sein!

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