Teil 17: Endspurt

Gestern waren wir wieder zu Besuch in Renkum. Kein Aprilscherz- bald ist er wirklich fertig! Die Freude verbarg sich gestern allerdings noch hinter einer gewissen Ehrfurcht. Im Januar 2009 hatte ich ein altes, aber sehr gut erhaltenes Auto abgegeben, und nun sehe ich einen »besser-als-neu-Bulli« vor mir. Werner, der Monteur, der hauptsächlich an meinem Bulli gearbeitet hat, kam auch gleich mit seiner Kamera, um ein Foto von mir mit dem Bulli zu schießen.
Hier ein paar vorher/nachher- Fotos.
vorher1

nachher1

vorher2

nachher2

vorher3

nachher3

Mit Marcel wurden dann noch die restlichen Kleinigkeiten besprochen. Die Kopfhöreranschlüsse hinten lassen wir weg, dafür wird es zwei 12V-Steckdosen geben. In die Schlafbank-Verkleidung kommen zwei Lautsprecher und ein Verstärker. Für die Beifahrerin 🙂 wird es noch einen zusätzlichen Haltegriff in Kopfhöhe geben. Im Forum der Bulli-Kartei las ich kürzlich, wie das große VW-Logo diebstahlgesichert werden kann mit Gewindeschneiden in die Stifte und Muttern von innen- war schon längst erledigt!

vorher4

nachher4

Dann kam es noch zu einer lustigen Begegnung. Ein Mann sah sich sehr interessiert meinen Bulli an und fragte: »Wie is de eigenaar?« (Wer ist der Eigentümer?) Ich gab mich zu erkennen und bekam ausführlichst alles erzählt: Er sei aus Jugoslawien, habe 50 T1 und 150 T2 gesammelt, habe nun eine 500 qm Halle angemietet und wolle mit mir zusammenarbeiten. Meinen fragenden Blicken folgten weitere Geschichten. Wie er in bosnischen Scheunen 24-Fenster-Sambas (?) fand, wie ein Bauer seine Hühner in einem Samba hielt und für den Top-in-Schuss-Bulli 100 Euro haben wollte und von ihm dann 2000 bekam, wie er weitere rostfreie Busse für 2000-3000 Euro gekauft habe, dass es noch so viele Sambas in gutem Zustand gebe, aber immer nur 30% des Bestandes von den Händlern angeboten würde, um den Preis hoch zu halten usw. Irgendwann jedenfalls stellte ich fest, dass er nicht den Besitzer meines Bullis suchte, sondern die Eigentümer der Werkstatt! Da konnte ich doch weiterhelfen, zumal Maurice gerade vorbei kam. Belustigt sah ich dem Geschichtenerzähler dann zu, wie er Maurice eine Stunde lang das Gleiche nochmals gestenreich erzählte. Ein merkwürdiger Typ! Ich weiß nicht, ob ich von ihm was kaufen würde…
Der Mann hatte den richtigen Ansprechpartner gefunden und so konnten wir endlich unseren Rundgang machen. Draußen hing hinter vielen Windschutzscheiben »SOLD«. Da muss mächtig was los gewesen sein in den letzten Wochen. Sehr schnuckelig die Nissan Pao (gesprochen »pau«), gebaut von 1989-91. Ein rechtsgelenkter Kleinwagen mit Automatik, Servolenkung, Klimaanlage und elektrischem Faltdach.
pao1

käfer1

halle

Der neue Firmenwagen?
Firmenwagen

Vor der Heimfahrt gings aber nochmal zurück. Noch einmal hinten sitzen, Dach auf und zu machen, Motor, drunter gucken. Der »Stereomann« für Radio, iPod und Verstärker kommt nächste Woche. Wenn alles gut läuft, können wir den Bulli Ende April abholen. Dann gibts ja auch für alle Werkstatt-Mitarbeiter eine verrassing (Überraschung). Die wurde jetzt schon mal bei Tjebbe im Büro versteckt, damit wir den unhandlichen Karton nicht bei der Bahnfahrt schleppen müssen- hoffentlich hält Tjebbe dicht und ist selber nicht zu neugierig. Auf dem Karton steht ja auch extra: Niet openen! Ob´s was nützt? Was drin ist? Demnächst…

radio1

hinten1

hinten2

motor7

dach 2

dach 3

safari hinten

seite 1

drunter 1

schweller 1

innenraum 4

Tot straks!
Auf der Rückfahrt kam noch ein seltsames Erlebnis dazu: Mitten auf der Autobahn eine Schranke! Vorher elektronische Geschwindigkeitsbeschränkungen 90-70-50, dann eine rote Ampel. Und die Schranke geht runter. Da standen wir nun erstmal. Ein »rijkswaterstraat-Jeep« fuhr an uns vorbei. Nach 15 Minuten gings weiter. Was das wohl war?
schranke

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