Überraschungserfolg!

Am Samstagmorgen erstmal wieder die Erkenntnis, dass Petrus ein Öcher ist: strahlend blauer Himmel! Also los zum Markt zur Startaufstellung und zum Frühstück in die Aula Carolina. Ausgabe unseres Roadbooks um 12:44 Uhr, exakt 15 Minuten vor dem Start.

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Dann ging´s also los- unsere erste Rallye. Erstmal Erleichterung, deen die »Chinesenzeichen« sind weniger kompliziert als befürchtet. So finden wir problemlos die erste Station, wo es einen Slalom zu bewältigen gibt. Allerdings gibt es dort schon eine Verzögerung und wir müssen fünf Minuten warten. Ein Auto hatte Wasser verloren und kann nicht mehr weiterfahren. Bei der ersten Sollzeitprüfung ist uns völlig unklar, was dort zu tun ist. Wir fragen nach und erhalten Informationen, die unsere Verwirrung auch nicht auflösen, so dass diese Prüfung wohl einige Strafpunkte bringt. Danach wissen wir aber, was gemeint ist und worauf es ankommt, denn bei der zweiten hören wir den Streckenposten bei unserer Durchfahrt »jetzt« rufen. Das war dann offenbar sekundengenau!

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Die Strecke ist wunderschön in Richtung La Gileppe, Francorchamps und Malmedy. Kurz vor der Mittagspause geht es heftig auf schmalen Straßen bergab. Erinnerungen an kochende Bremsen kommen hoch, so dass die Abfahrt im ersten Gang bewältigt wird. Nur nicht immer auf der Bremse stehen! Weiter geht´s über Sourbrodt nach Elsenborn. Dort beginnt eine Gleichmäßigkeitsprüfung über mehr als acht Minuten. Das klappt jetzt schon ganz gut. Nach unserer Einschätzung erreichen wir das Ziel zwei Sekunden zu spät. Unterwegs halten wir auch noch mal an: Zwei Teilnehmerinnen haben Probleme mit der Bremse. Das hört sich nicht gut an. Nach einer Diagnose per Telefon und vorsichtiger Weiterfahrt und einigen heftigen Bremsmanövern können sie dann aber weiterfahren.
Es geht weiter über Kaltherherberg und Mützenich, Sief, Lichtenbusch und Oberforstbach bis zum zweiten Slalom. Den durchfahren wir deutlich schneller als den ersten. Unterwegs finden wir einen versteckten »stummen Wächter«, verlieren aber wieder Zeit nach der Suche nach weiteren, weil wir auch noch mal zurückfahren. Aber nichts zu finden.

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Letzte Etappe dann die Prüfung auf dem Lousberg, die aus drei kombinierten Prüfungen besteht. Und wie toll- wir dürfen über die Buchenallee, auf der wir sonst nur spazieren gehen, wieder runterfahren. Letzte Schwierigkeit: Im Roadbook steht für die Zufahrt zum Ziel auf dem Markt Kremerstraße (und nicht Buchkremerstraße), so dass wir dachten, es sei ein anderer Druckfehler und es sei die Krämerstraße gemeint. Dort ging es aber nun wirklich nicht durch- also wieder zurück…
Unter Applaus der Zuschauer erreichen wir dann nach fast sieben Stunden das Ziel.

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Nach dem (tollen) Abendessen in der Aula Carolina folgte die Siegerehrung. Unwissend, wie wir waren, kam uns das alles etwas langatmig vor. Die besten acht einer jeden Klasse wurden einzeln aufgerufen, um den Preis entgegenzunehmen. Und müde, wie wir waren, ließ auch die Aufmerksamkeit etwas nach. Aber dann drangen bekannte Worte an die Ohren: Volkswagen- 1966- »heimlicher Favorit«- 21 Fenster- ???- he, das sind wir, wir müssen nach vorne! Na sowas, wir haben den 7. Platz in unserer Klasse C bis Baujahr 1970 gemacht .

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Aber es kommt noch besser. Nachher sehen wir, dass draußen die Gesamtwertung aushängt. Unglaublich, wir sind auf dem 19. Platz! Und mächtig stolz. Damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet. Eher den Wunsch gehabt, nur nicht Letzte zu werden. Und nun das- Wahnsinn!

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